Die Trächtigkeit und Geburt bei einem Hund - Elmsford Star - Parson Russell Terrier Zucht

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Die Trächtigkeit und Geburt bei einem Hund

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Wenn Sie den Verlauf von Whoopy's Trächtigkeit mitverfolgen möchten und Sie gerne wissen möchten, was sich im Körper der werdenden Mutter in den kommenden Wochen bis zur Geburt der kleinen Wunder der Natur ereignet, finden Sie hier spannende Informationen.

Die Trächtigkeit
Dauer der Trächtigkeit:
Der Zeitraum zwischen dem Eisprung und der Geburt beträgt zwischen 62 und 64 Tagen und ist relativ konstant. Grössere Schwankungen der Trächtigkeitsdauer beruht auf der unterschiedlichen Zeitspanne zwischen Deckakt und Eisprung. Hündinnen, die vor dem Eisprung gedeckt werden, haben eine verlängerte Trächtigkeit von 66-68 Tagen. Wurde die Hündin nach dem Eisprung belegt, verkürzt sich die Trächtigkeit auf 58-60 Tage. Vor dem 58. Tag sind die Föten nicht lebensfähig.

Mo, 14.1.2013
Erster Decktag. Das Sperma wandert ausserhalb der Gebärmutterschleimhaut.
Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, wird der Deckackt innerhalb von 48 Stunden wiederholt. Whoopy hat freudig gewinselt, als sie am 16. Januar nochmals zu Mickey durfte. Und Mickey war erneut der Charmeur im Hundefell.

Di, 15.1.2013
Das Sperma erreicht die Eileiter, in denen sich reife Eizellen befindet.

Mi, 16.1.2013
Die Eizellen werden in den Eileitern befruchtet

Do, 17.1.2013
Die befruchteten Eizellen wandern in den Gebärmutterhals.
Mo, 21.1.2013
Die Eizellen entwickeln sich zu Keimbläschen.

Fr, 25.1.2013 bis So. 17.1.2013
Die befruchteten Keimbläschen erreichen die Gebärmutter und verteilen sich.
Mo, 28.1.2013
Am 19. Tag setzen sich die Keimbläschen in der Gebärmutterschleimhaut fest und formen embryonale Bläschen. Ab dem 21.Tag sondern viele Hündinnen - so auch Whoopy, am Di, 4.2.2013 - zähflüssigen klaren Schleim ab, ein eindeutiges Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat.
Die Ausbildung des Mutterkuchens (Plazenta) erfolgt, der sich gürtelförmig um die wachsenden Embryonen an der Gebärmutterschleimhaut befestigt und ihre Versorgung übernimmt.

Die Augen und die Nervenstränge im Rückenmark werden gebildet.

So, 03.2.2013
Die einzelnen Embryonen sind aufgereiht wie eine Perlenkette und können ertastet werden. Die Bildung der Organe beginnt. Nach dem 35.Tag sind die Embryonen aufgrund der Vergrösserung der Gebärmutter nicht mehr fühlbar. Am besten ab dem 28.Tag kann die Ultrashalluntersuchung zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden.

Do, 14.2.2013
Um 11 Uhr, Whoopy's Ultrashall-Termin bei unserer Tierärztin Käthi Bühler in Luzern.
Whoopy bei ihrer Schwangerschaft mit den "A-Sternchen"
Mo, 11.2.2013
Zehen, Barthaare und Krallen entwickeln sich

So, 17.2.2013
Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen. Die Föten sehen jetzt aus wie Hunde, Kopf und Rumpf sind unterscheidbar, das Geschlecht bestimmbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln. Der Herzschlag der Welpen ist per Stethoskop hörbar. Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an.
Wir stellen die Wurfboxe ins Wohnzimmer und Whoopy schläft darin, wenn sie es möchte.
Whoopy's "Wunderbauch"
Whoopy mit ihrer Freundin Nala
Mi, 21.2.2013
Die Knochen verstärken sich. Die Welpen können nun unter der Bauchdecke ertastet werden. Die Hündin hat weniger Hunger durch den Platzmangel im Bauch. Ab der 7.Woche messe ich täglich Whoopy's Körpertemperatur.

So, 17.2.2013
Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen. Die Föten sehen jetzt aus wie Hunde, Kopf und Rumpf sind unterscheidbar, das Geschlecht bestimmbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln. Der Herzschlag der Welpen ist per Stethoskop hörbar. Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an.
Sa, 02.3.2013 bis So, 10.3.2013
Die Hündin verbringt sehr viel Zeit mit der eigenen Körperpflege. Die Zitzen schwellen weiter an. Die Hündin wird unruhiger und sucht einen Platz für den "Nestbau". Die Bewegungen der Welpen im Mutterleib sind leicht spürbar, wenn man die flache Hand vorsichtig auf den Bauch der entspannten Hünding legt.

Mo, 04.3.2013 bis So, 17.3.2013
Die Hündin wird ruhelos und beginnt  "Nestbau"-Verhalten zu zeigen.

Fr, 15.3.2013
Im messe nun morgens und abends Whoopy's Temperatur.

Sa, 16.3.2013
Whoopy wird vielleicht ruhelos, läuft hin und her und fühlt sich unwohl.

So, 17.3.2013
Der vorausberechnete Tag der Geburt.
Whoopy mit ihren Katzen-Freunden
Whoopy's Bäuchlein wird grösser und grösser
Aufrechterhaltung der Trächtigkeit durch körpereigene Hormone:
Ein ununterbrochen hoher Progesteronspiegel im Blut ist zur Aufrechterhaltung während der ganzen Trächtigkeit zwingend nötig. Progesteron verstärkt die Gewebebildung in der Gebärmutter und fördert die Ernährung der Früchte. Es sorft für einen Verschluss des Muttermundes und verhindert eine frühzeitige Kontraktion der Gebärmutter, dessen Folge ein Abort wäre. Erst gegen Ende der Trächtigkeit sind der Progesteronspiegel. Durch den jetzt wieder steigende Östrogeneinfluss werden die Geburtswege auf die nahende Geburt vorbereitet. Durch Östrogene werden die Milchdrüsen ausgebildet. Die Muskulatur der Geburtswege erschlafft unter dem Östrogeneinfluss und das gesamte Gewebe wird aufgeweicht und somit geschmeidig.


Temperaturkontrolle:
Die Körpertemperatur der Hündin während der Trächtigkeit liegt zwischen 38,5 und 39°C. Diese leicht erhöhte Temperatur wird auf die hohe Progesteronkonzentration im Blut zurückgeführt. Gegen Ende der Trächtigkeit (ca. 8 – 10 Tage vor der Geburt) sinkt der Progesteronspiegel und auch  die Temperatur auf zunächst 38,0°C. 4 bis 36 Stunden vor der Geburt stürzt der Progesteronspiegel nochmals steil ab. So ist auch der Temperaturabfall 24 Stunden vor der Geburt um 1°C auf 37 Grad zu erklären. Die Temperatur steigt danach wieder an und kann während der Geburt bis zu 40°C erreichen.

Durch die Temperaturkontrolle morgens und abends ab dem 50. Tag der Trächtigkeit kann dieser Temperaturabfall bei den meisten trächtigen Hündinnen festgestellt und somit eine bevorstehende Geburt frühzeitig erkannt werden.
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